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Geschichte: aus-Gerichtet

 

Eine entscheidende Frage bleibt:

Wie kann es sein, dass nach zwei deutschen Diktaturen und Millionen von Toten - Grundrechte am Amtsgericht Bonn und OLG Köln eine scheinbar so untergeordnete, ja, fast beliebige Rolle spielen?

 

Wie kann es sein, dass aufgrund völliger Banalitäten Kindern, Eltern unverbrüchliche, im Wesensgehalt unantastbare Grundrechte genommen werden?

 

So, wie das OLG Köln (4. Senat, Dr. Uwe Schmidt) beschloss: Der Vater wohne 19 Minuten weiter entfernt - also verliere das Kind seinen Vater.

 

So, wie das Amtsgericht Bonn (Abteilung 410, Jan Hendrik Büter) am

19.10.2015 und gleichlautend am

14./15.3.2017 und gleichlautend am

18.4.2018 die Nachfolgerin Erbers beschloss:

Aufenthaltsbestimmungs-Recht des Kindes?:

"Keine Eile"

Meinend: Grundlegende Kindheit? Kommen Sie in 10 Jahren noch mal.

Das sind bürokratische Verbrechen in Reinstkultur.

Durch - Richter.

 

Was ist die Ursache für orientierungslose Richter?

 

Genauer geht dieser Frage die Partnerseite

www.Buerokratischer-Kindes-Missbrauch.de

nach.

Lese dort das Kapitel

"Hannah, Hilberg und Hitler in Bonn: Bürokratische Verbrecher".

 

Das Kapitel dort nimmt insbesondere Bezug auf Hannah Arendt und ihre Forschungsergebnisse, dass es nicht Monster waren, die den Völkermord 1939 bis 1945 vorantrieben -

sondern einfache, gedankenlose Bürokraten (Stichwort Eichmann), oder wie die "Akte Rosenburg" zur NS-Vergangenheit der Justiz-Behörden formulierte

"Die ganz normalen Mitläufer des Genozids".

 

Wie konnte es also kommen, dass nach Auschwitz und nach 1945 - und dann noch einmal nach 1961 (Eichmann-Prozess) schon wieder einfache, gedankenlose Bürokraten jedes Jahr zu Abertausenden Kindern und Eltern im Wesenskern unantastbare Grundrechte - aberkennen:

zum Beispiel, weil der Vater 19 Minuten weiter wohnt?

 

Antwort:

Bestimmte Richter haben nichts aus der Geschichte gelernt.

Bestimmte Richter haben schlicht keine Ahnung, welche grundlegende, verpflichtende Bedeutung Grundgesetz und Grundrechte haben.

 

Nichts aus der Geschichte gelernt?

Man kann hier nicht in der wünschenwerten Tiefe auf die Vergangenheit des Bonner Amtsgerichts eingehen:

Bis 1936 wurden direkt nebenan dem Amtsgericht im nahen Gefängnishof noch Todesurteile vollstreckt - mit dem Fallbeil.

Ein Bericht in der Bonner Rundschau zum 100jährigen Bestehen des Amtsgerichts am 2.10.1979 berichtet über 1933 bis 1945: nichts.

 

Im Jahr 2000 feierte das Landgericht 150jähriges Bestehen.

Eine - heute nur noch antiquarisch erhältliche Festschrift - ist zumindest in Teilen im Netz zu finden - klick hier.

Darin beschreiben das Amts- und Landgericht Bonn sein Geschichtsverständnis.

Das Ergebnis: Man hat wirklich nichts aus der Geschichte gelernt.

 

Im Gegenteil:

Wer den Text über die Zeit und die Richter 1933 bis 1945 liest, bekommt als erstes vermittelt:

Der Nationalsozialismus fiel über das Amtsgericht Bonn wie ein Unwetter her - und kam nicht aus dessen Inneren!

Braune Richter im Amtsgericht - wie es die "Akten Rosenburg" dokumentiert?

 

Weit, weit schlimmer:

Gedankenlose Richter im Amtsgericht.

 

Und heute?

Wer in das Amtsgericht Bonn kommt, kommt an einer Gedenkstelle für 1939 bis 1945 gefallene Justizmitarbeiter vorbei.

Richter als Opfer.

Gut! Wichtig! Auch richtig!

 

Was aber bis heute fehlt, ist in erster Linie eine Gedenkstelle für ... Opfer nationalsozialistischer - oder gedankenloser - Richter!

Was fehlt ist eine explizite Erinnerung daran, dass Richter Täter waren!

Was fehlt, ist eine Erinnerung an jene Opfer, denen Richter aufgrund von Rasse, Religion oder politischer Anschauung Haus, Hof, Familie, Freiheit, Vermögen oder Leben nahmen.

 

Was fehlt ist eine Erinnerung daran, dass es kleine Richter waren, die das erste Glied der Vernichtungskette waren,

dass es als Erstes zum Genozid "nur" der Aberkennung bürgerlicher (Menschen-)Rechte bedurfte -

wenn z.B. in Bonn in der Sternstraße die Scheiben klirrten oder in Bonn-Beuel die Synagoge brannte.

 

Warum also fehlt diese deutliche Opfer-Gedenkstätte - in Erinnerung an die Opfer gedankenloser Richter?

Warum fehlt eine klare Gedenkstätte "Richter als Täter"?

Warum fehlt eine Gedenkstätte "Grundrechte unverbrüchlich"?

 

Wer verstehen will,

warum gedankenlose Richter Familien zerstören, Kindern und Eltern elementarste Grund- und Menschenrechte rauben,

wer wissen will,

warum Richter weder wissen noch wissen wollen, warum Grundrechte unantastbar sind,

lese auf der Partnerseite

www.Buerokratischer-Kindes-Missbrauch.de

im Kapitel:

"Hannah, Hilberg und Hitler in Bonn: Bürokratische Verbrecher".

das Unterkapitel

"Exkurs: Das Amtsgericht Bonn und seine aus-Gerichtete Geschichte".

 

 Bildergebnis für a. paul weber hitler

A. Paul Weber: Der Despot